Schnellere Entscheidungen für frische Lebensmittel.
Mikrobiologische Risiken müssen in der Lebensmittelproduktion zuverlässig erkannt und bewertet werden. Herkömmliche Nachweisverfahren liefern Ergebnisse jedoch häufig erst nach längerer Zeit. Klassische Plattenzählverfahren können bis zu 72 Stunden benötigen.
Das erschwert schnelle Entscheidungen im Produktionsprozess. Außerdem können bestehende Verfahren lebende und bereits abgestorbene Mikroorganismen nicht immer eindeutig unterscheiden. Der gleichzeitige Nachweis mehrerer Kontaminanten ist ebenfalls nur eingeschränkt möglich.
Sensorik, Daten und Software in einer Lösung.
Bact-Scan entwickelt ein innovatives Echtzeit-Monitoring-Tool, das mehrere bakterielle Kontaminanten gleichzeitig erfassen können soll. Dafür werden drei zentrale Bausteine miteinander verbunden:
Die Lösung soll Produzenten schneller Einblick in mögliche mikrobiologische Risiken geben. So können Entscheidungen künftig stärker datenbasiert, gezielter und mit kürzeren Reaktionszeiten getroffen werden.
Lebensmittelpraxis trifft Forschung.
Bauer Funken ist als Anwendungspartner in Bact-Scan eingebunden. Wir stellen die Perspektive eines Herstellers frischer Convenience-Produkte bereit und unterstützen damit die praxisnahe Ausrichtung des Projekts.
Neue Technologien müssen nicht nur wissenschaftlich funktionieren. Sie sollten auch verständlich, zuverlässig und in reale Abläufe integrierbar sein. Genau diese Anforderungen fließen bei Bact-Scan in die Entwicklung und Erprobung ein.
Fragen aus dem Produktionsalltag
- Welche Informationen benötigen Anwender im Produktionsalltag?
- Wie lassen sich Messergebnisse verständlich bewerten?
- Wie kann eine neue Lösung in bestehende Prozesse eingebunden werden?
- Welche Voraussetzungen sind für eine spätere Nutzung und Markteinführung erforderlich?
Gemeinsam für mehr Lebensmittelsicherheit.
Bact-Scan bringt Partner aus Deutschland und den Niederlanden zusammen. Forschungseinrichtungen, Technologieunternehmen, Netzwerke und Lebensmittelproduzenten bündeln ihr Wissen, um eine gemeinsame Herausforderung zu bearbeiten: mikrobiologische Risiken in der Lebensmittelkette schneller und zuverlässiger zu erkennen.
Der grenzüberschreitende Ansatz verbindet unterschiedliche Kompetenzen und Erfahrungen – von der Sensorentwicklung und Datenanalyse über Geschäftsmodellinnovation bis hin zur praktischen Anwendung in der Lebensmittelwirtschaft.
So entsteht eine Lösung, die nicht isoliert im Labor entwickelt, sondern gemeinsam mit potenziellen Anwendern auf ihre Praxistauglichkeit vorbereitet wird.
Eine sichere, effiziente und zukunftsfähige Lebensmittelkette.
Bact-Scan soll dazu beitragen,
- bakterielle Kontaminanten schneller zu erkennen,
- mehrere Kontaminanten gleichzeitig zu erfassen,
- Produktionsentscheidungen auf einer besseren Datenbasis zu treffen,
- Reaktionszeiten bei möglichen mikrobiologischen Risiken zu verkürzen,
- die Effizienz mikrobiologischer Kontrollen weiterzuentwickeln,
- innovative Lösungen schneller in die Lebensmittelwirtschaft zu übertragen.
Viele Kompetenzen. Ein gemeinsames Ziel.
Zum Bact-Scan-Konsortium gehören Forschungseinrichtungen, Technologieunternehmen, Netzwerke und Lebensmittelproduzenten aus Deutschland und den Niederlanden.
Die Partner des Bact-Scan-Konsortiums: Universiteit van Maastricht / Maastricht University, ARKONI B.V., Yookr B.V., Brightlands Campus Greenport Venlo, Hochschule Niederrhein – GEMIT-Institut, Bauer Funken, Wijngoed Havelte sowie Wijngoed en zorghoeve de Reestlandhoeve.
Unterstützt wird das Projekt außerdem durch das foodineum, eine Kooperationsinitiative der Hochschule Niederrhein und des Rhein-Kreises Neuss. Das foodineum vernetzt Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Akteure entlang der Wertschöpfungskette der Lebensmittelwirtschaft.